Design Thinking und Employee Branding

„Design Thinking“ und „Employee Branding“ – zwei Themen, die derzeit viel Wirbel („Hype“) machen.
Ein Vortrag, den ich besuchte, sollte etwas Licht ins Dunkel bringen, denn ich fand im Netz nur diffuse Informationen.

Klären wir zuerst die Frage, worum es sich bei Employee Branding handelt:
Es geht um Methoden, Mitarbeiter langfristig für ein Unternehmen zu gewinnen, und zwar optimalerweise so, dass sie sich als Bestandteil des Unternehmens fühlen.

Das war der einfache Teil. Kommen wir zur Frage…

Was ist Design Thinking?

Hinter Design Thinking verbirgt sich zunächst eine Sammlung von Methoden, die zum Ziel haben, Produkte zu schaffen bzw. so zu verbessern, dass der Mensch als Benutzer des Produktes im Mittelpunkt steht.
Der Prozess zum Schaffen solcher Produkte weist ein paar Parallelen zu den agilen Werten sowie Scrum auf:

  • Die Entwicklung findet inkrementell statt
  • Das Team, welches das Produkt entwirft, denkt aus Sicht des Benutzers. Die Bedürfnisse des Benutzers stehen im Mittelpunkt.
  • Die Zusammenarbeit mit dem Kunden kommt besondere Bedeutung zu
  • die Inkremente werden dem Kunden möglichst oft vorgestellt, um von Feedback-Schleifen zu profitieren
  • Kultur ist wichtiger als Prozesse
  • Man lernt aus Fehlern („Fehlerkultur“)
  • empirische Beobachtungen bilden die Grundlage bei der Verständnisentwicklung

Zur Ideenfindung und Modellierung des Produktes werden im Team kreative Ansätze wie z.B. Knete oder auch Lego verwendet.
Der eigentliche Auftrag des Kunden wird in der Verstehens-Phase hinterfragt, um den eigentlichen Mehrwert eines Produktes zu verstehen (es geht z.B. nicht darum, ein neues Auto zu bauen, sondern ein schnelleres Fortbewegungsmittel).
Ansätze, die sich als nicht ideal herausstellen, werden schnell verworfen.

Schritte beim Design Thinking
Schritte beim Design Thinking

 

Es werden die Schritte wie auf der obigen Abbildung zu sehen durchlaufen. Der eigentliche Knackpunkt stellt dabei die Synthese-Phase statt, in der es darum geht, das ermittelte Verständnis auf Grundlage der Beobachtungen („oberserve“) in Ideen für geeignete Prototypen zu überführen.

Fazit

Design Thinking ist als Methodensammlung sehr allgemein gehalten. Das erklärt, weswegen es für unterschiedlichste Anwendungsfälle geeignet zu sein scheint (wie z.B. Employee Branding) – aber auch, weswegen es keine allgemein-gültige Definition gibt.
Aus meiner Sicht geht es um Methoden, die sich bewährt haben, um im Team durch kreative Ansätze zu Ideen für benutzer-zentrierte Produkte zu gelangen. Nicht mehr und nicht weniger.

Wer sich weitergehend informieren möchte findet, mag vielleicht folgende Seiten nützlich finden:

  1. http://vividbreeze.com/design-thinking-workshop/
  2. https://spielraum.xing.com/2016/02/design-thinking-besser-vernetzt-denken/ (Thema: New Work)